Für's Salzwasser: Die Buten-Führerscheine

Sportbootführerschein
See (SBF See)
Den SBF See gibt es nur als Motorboot- Führerschein.
Er ist amtlich vorgeschrieben für alle Boote (auch Segelboote)
mit einem Motor von mehr als 3,68 KW (5 PS) und berechtigt zum
Führen von Sportbooten auf den
Seeschifffahrtsstraßen (das sind alle deutschen
Küstengewässer und die
Flussmündungen). Er ist international anerkannt und
wird von deutschen Bootsführern auch im Ausland verlangt.
Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung:
Mindestalter 16 Jahre. Ärztliches Tauglichkeitszeugnis, Kopie
des Autoführerscheins als Nachweis für
Zuverlässigkeit (kann durch ein Führungszeugnis
ersetzt werden; bei Minderjährigen wird darauf verzichtet) und
einen absolvierten Erste-Hilfe-Kurs.
Die theoretische und praktische Prüfung finden in der Regel an
einem Tag statt. In der theoretischen Prüfung müssen
33 Fragen aus einem vorgegebenen Katalog innerhalb von 75 Minuten
beantwortet werden. Dazu kommt eine Navigationsaufgabe auf einem
Seekarten-Ausschnitt. Je nach Ergebnis der schriftlichen
Prüfung ist ggf. noch eine mündliche Prüfung
zu absolvieren.
Alle Teilprüfungen müssen innerhalb von 12
Monaten bestanden werden.
Sportküstenschifferschein (SKS)
Den SKS gibt es als reinen Motorboot- Führerschein oder als
Führerschein für Boote unter Segeln und Motor. Er ist
ein freiwilliger amtlicher Schein, also nicht vorgeschrieben
(außer für gewerblich betriebene Yachten). Der SKS
gilt als der Basisschein für das Küstensegeln mit
Yachten und wird von allen Vercharterern im In- und Ausland als
Nachweis der benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten
angesehen. Er gilt in einem Bereich bis zu 12 Seemeilen von jeder
Küste.
Voraussetzungen: Mindestalter 16 Jahre und Besitz des
Sportbootführerscheins See. Für die praktische
Prüfung ist der Nachweis von 300 gesegelten Seemeilen auf
Yachten in Küstengewässern erforderlich.
Die theoretische und praktische Prüfung finden getrennt statt.
In der theoretischen Prüfung müssen zunächst
Fragen aus einem amtlichen Fragenkatalog beantwortet werden.
Dafür stehen 90 Minuten zur Verfügung. Je nach
Ergebnis dieser schriftlichen Prüfung ist ggf. noch eine
15minütige mündliche Prüfung zu absolvieren.
Dazu kommt eine Navigationsprüfung mit Aufgaben, die auf
Seekarten und mit Hilfe nautischer Unterlagen zu lösen sind.
Dafür stehen zwei Stunden zur Verfügung.
Die praktische Prüfung kann an vielen Orten an Nord- oder Ostsee, am Ijsselmeer, am Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln abgelegt werden.
Die Reihenfolge der Teilprüfungen ist beliebig.

Sportseeschifferschein (SSS) und Sporthochseeschifferschein (SHS).
SSS und SHS sind die "höheren Scheine" in Deutschland. Beides sind amtliche frewillige Scheine, also nicht gesetzlich vorgeschrieben (außer auf gewerblich betriebenen Yachten). Sie werden gern von SkipperInnen gemacht, die sich nach einigen Saisons fortbilden bzw. den Stoff, der "damals" beim SKS gelernt wurde, noch einmal gründlich aufarbeiten möchten. Die Prüfungen zu beiden Scheinen sind sehr anspruchsvoll und setzen eine sichere Beherrschung der Materie voraus.
Die wichtigsten Bedingungen für den SSS:
SBF See und Nachweis über 1.000 gesegelte Seemeilen als Wachführer auf Yachten (einfaches Mitsegeln reicht nicht) nach Erwerb des SBF See. Mindestalter 16 Jahre. Die Theorie-Prüfung erfolgt schriftlich in den Fächern Navigation, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft und Wetterkunde , je nach Ergebnis der schriftlichen Prüfung zusätzlich auch mündlich. Dazu kommt eine praktische Prüfung auf einer Hochsee-Yacht, bei der neben souveränen Manövern unter allen Bedingungen auch z.B. der Umgang mit Radaranlagen und elektronischen Navigationssystemen geprüft wird.
Der SSS gilt als Befähigungszeugnis für die gesamte Nord- und Ostsee, das Mittelmeer und das Schwarze Meer sowie bis zu einem Abstand von 30 Seemeilen von jeder Küste.
Die wichtigsten Bedingungen für den SHS:
SSS und Nachweis über 1.000 gesegelte Seemeilen als Wachführer auf Yachten (einfaches Mitsegeln reicht nicht) nach Erwerb des SSS. Mindestalter 18 Jahre. Die Theorie-Prüfung erfolgt schriftlich in den Fächern Navigation (Schwerpunkt Astronavigation), Schifffahrtsrecht und Wetterkunde (Schwerpunkt weltweite Wettersysteme), je nach Ergebnis der schriftlichen Prüfung zusätzlich auch mündlich. Seemannschaft wird als viertes Fach nur mündlich geprüft. Es gibt keine praktische Prüfung.
Der SHS ist das Befähigungszeugnis für alle Gewässer weltweit.
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Dies und das
Anerkennung von Prüfungen
Wer zuerst das Bodensee- Schifferpatent macht, kann dabei eine zusätzliche Navigationsprüfung ablegen. Dann entfällt beim SBF See die praktische Prüfung.
Wer einen SBF See hat, wird beim BSP von der praktischen Motorboot-Prüfung befreit.
Wer einen SKS hat, wird beim BSP von der Praxis-Prüfung (Motor und Segel) befreit.
Unser Angebot
Die StSG bietet in jedem Winterhalbjahr Theorie-Kurse für SBF See und SKS an. Für Teilnehmer arrangieren wir auch die Prüfungen und vermitteln Angebote für die praktische Ausbildung.
Für den SKS bietet die StSG Ausbildungstörns mit anschließender Prüfung an, wenn sich genügend Interessenten finden.
Gemeinsam mit unserem Stuttgarter Schwesterverein machen wir auch Theorie-Kurse zum SSS, wenn sich genügend Interessenten finen.
Alle Details dazu gibt's auf unserer Infoseite zu den Kursen.
